Klicken Sie auf die markierten Bereiche oder Buchstaben, um mehr über die einzelnen Anlagen und den Ablauf der Abwasserreinigung zu erfahren.
Einlaufbauwerk
Hier kommt das Abwasser aus dem Kanalnetz an. Bei starkem Regenwetter fließt mehr Abwasser zu, als behandelt werden kann. In diesen Fällen können wesentliche Abwassermengen im Kanalnetz aufgestaut und nach Nachlassen des Regens abgearbeitet werden
Rohwasserpumpwerk
Das Abwasser wird zuerst etwa 7 Meter angehoben. Dafür sorgen drei große Förderschnecken. Eine Schnecke reicht bei normalem Wetter aus. Bei starkem Regen arbeiten zwei gleichzeitig und fördern bis zu 18.000 Kubikmeter Wasser pro Stunde.
Die dritte Schnecke dient als Reserve.
Rechenanlage
In der Rechenanlage werden grobe Schmutzstoffe wie Papier, Hygieneartikel oder Essensreste aus dem Abwasser entfernt. Dafür durchläuft das Wasser zwei hintereinander angeordnete Rechen. Die Abfälle werden gewaschen, gepresst und gesammelt. So entfernt die Anlage jedes Jahr rund 420 Tonnen Schmutz aus dem Abwasser.
Sand- und Fettfang
Im Sandfang verlangsamt sich die Geschwindigkeit des Abwassers und es wird Luft eingeblasen. Dadurch sinken schwere Stoffe wie Sand auf den Boden. Die Luft sorgt dafür, dass leichte Stoffe und Fette an die Oberfläche steigen und entfernt werden können. Der Sand wird anschließend gewaschen. Jährlich fallen dabei rund 100 Tonnen Sand an.
Vorklärbecken
In den Vorklärbecken fließt das Abwasser noch langsamer. Dadurch sinken organische Feststoffe auf den Boden und Schwimmstoffe steigen nach oben. Beides wird entfernt und zur Schlammbehandlung weitergeleitet. Nach diesem Schritt ist die mechanische Reinigung abgeschlossen.
Belebungsbecken
In den Belebungsbecken reinigen Mikroorganismen das Abwasser auf natürliche Weise. Mit Hilfe von Luft bauen sie gelöste Schmutzstoffe ab. Gleichzeitig werden Phosphor und Stickstoff entfernt. Rührwerke halten den entstandenen Belebtschlamm ständig in Bewegung.
Belebungsbecken
In den Belebungsbecken reinigen Mikroorganismen das Abwasser auf natürliche Weise. Mit Hilfe von Luft bauen sie gelöste Schmutzstoffe ab. Gleichzeitig werden Phosphor und Stickstoff entfernt. Rührwerke halten den entstandenen Belebtschlamm ständig in Bewegung.
Nachklärbecken
In den Nachklärbecken wird der Belebtschlamm wieder vom gereinigten Wasser getrennt. Dafür fließt das Abwasser sehr langsam durch die Becken, sodass die Schlammflocken auf den Boden sinken können. Ein Teil des Schlamms wird zurück in die Belebungsbecken geleitet. Der übrige Schlamm wird weiterbehandelt.
Nachklärbecken
In den Nachklärbecken wird der Belebtschlamm wieder vom gereinigten Wasser getrennt. Dafür fließt das Abwasser sehr langsam durch die Becken, sodass die Schlammflocken auf den Boden sinken können. Ein Teil des Schlamms wird zurück in die Belebungsbecken geleitet. Der übrige Schlamm wird weiterbehandelt.
Flockungsfiltration
In der Filteranlage werden feinste Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt. Dafür fließt das Abwasser durch mehrere Sandschichten.
Die Filter halten kleinste Teilchen zurück. Anschließend werden die Filter mit Wasser und Luft gereinigt und können wiederverwendet werden. Dabei wird auch der Phosphorgehalt weiter reduziert. Nach diesem Schritt ist die Abwasserreinigung abgeschlossen.
Blockheizkraftwerke
Das bei der Schlammbehandlung entstehende Klärgas wird auf der Kläranlage zur Energiegewinnung
genutzt. In Blockheizkraftwerken entstehen daraus Strom und Wärme. Damit werden Gebäude beheizt und die Schlammtrocknung betrieben. So erzeugt die Kläranlage mehr als 80 % ihres Strombedarfs selbst.
Schlammtrocknung
Auch nach der Entwässerung enthält der Klärschlamm noch viel Wasser. Deshalb wird er zusätzlich getrocknet. Dadurch verringert sich die Menge deutlich und der Schlamm wird brennbar. Jährlich entstehen so rund 8.500 Tonnen getrockneter Klärschlamm, der als Ersatzbrennstoff genutzt wird.
Betriebs- und Verwaltungsgebäude
Zentrale Warte
In der zentralen Warte wird die gesamte Kläranlage rund um die Uhr überwacht und gesteuert. Die Mitarbeitenden kontrollieren dort alle wichtigen Prozesse, Maschinen und Anlagenbereiche, damit die Reinigung sicher und zuverlässig funktioniert.
Labor
Am Standort der Verbandskläranlage in Forchheim betreibt der AZV ein eigenes Labor. Die Hauptaufgabe des Labors besteht in der Durchführung der gesetzlich geregelten Untersuchungen zur Eigenkontrolle der Verbandskläranlage. Gleichzeitig ist das Labor auch für die Überwachung der Einleitung des gereinigten Abwassers in den Leopoldskanal verantwortlich.
Faulbehälter
Die bei der Reinigung entstehenden Schlämme enthalten anfangs bis zu 98 % Wasser. Vor der weiteren Behandlung wird der Wasseranteil verringert. In den beheizten Faulbehältern zersetzen Bakterien den Schlamm unter Luftabschluss. Dabei entsteht Klärgas, ein Biogas, das auf der Kläranlage als Energie genutzt wird.
Schlammentwässerung
Nach einer Aufenthaltszeit von ca. 24 Tagen in den Faulbehältern gelangt der Schlamm zunächst in die Nacheindicker und wird anschließend der Schlammentwässerungsanlage zugeführt. Damit der Schlamm mechanisch gut entwässerbar wird, muss er zunächst unter Zugabe organischer, kationischer Polymere konditioniert werden. In Kammerfilterpressen wird dieser konditionierte Schlamm nun bei einem Druck von 15 bar auf ca. 25 % Trockenrückstand entwässert.
Biologiepumpwerk
Das Biologiepumpwerk des Klärwerks fördert das mechanisch vorgeklärte Abwasser in die biologische Reinigungsstufe. Dort werden
organische Stoffe durch Mikroorganismen abgebaut. Die Pumpen sorgen für den kontinuierlichen und gleichmäßigen Zulauf der Prozessstufen.
Leopldskanal
Nach der Flockungsfiltration ist die Abwasserreinigung abgeschlossen. Nach durchschnittlich etwa einem Tag Aufenthaltszeit verlässt das gereinigte Abwasser die Kläranlage, wird in den Leopldskanal eingeleitet und erreicht nach nur ca. 6 km Fließstrecke den Rhein.

